Der wahre Meister
Eine Parabel in Versen über Papier, Zinsen und die vier Dinge der Natur, über das rechte Maß.
Zum Abschluss der Philosophie eine Parabel, hier in Prosa nacherzählt.
Die Parabel
Ein alter Meister lädt seine vier besten Gesellen zu Tisch. Jeder Teller trägt eines der vier Dinge der Natur, und jedes ist in ein Blatt Papier gewickelt, darin verborgen Silber, Gold und Edelstein. Wollen die Gesellen von allem kosten, müssen sie tauschen, doch niemand tauscht gern Großes gegen Kleines.
Da macht der Meister einen Vorschlag: Die Schätze sollen die Gesellen behalten, er will nur das Papier. Mit diesem Papier sollen sie künftig tauschen, und für das Verleihen nimmt er nur ein paar Prozent. Als Sicherheit dient ihr Eigentum. Die Gesellen feiern und tauschen, zahlen ihre Prozente und wundern sich am Ende, dass ihre Taschen zur Tilgung leer sind.
Einer von ihnen erkennt den Fehler: Wenn sich seine Taschen füllen, leeren sich die eines anderen. Es gibt nicht mehr Papier, als der Meister ausgegeben hat. Die Zinsen dafür können darum nicht alle zurückzahlen, es fehlt immer etwas. Am Ende fällt ihr Eigentum an den, der das Papier verliehen hat.
Der Meister antwortet nur: Wer das Maß nicht kennt, dem folgt der Streit. Von Anfang an sei alles da gewesen. Die Gesellen waren nur blind vor Gier, denn getragen wurde der ganze Schatz von einem einfachen Blatt Papier.
Die Lehre
Die Parabel ist eine Kritik am Zinsgeld: Wenn Geld nur gegen Zins in die Welt kommt, fehlt im Ganzen immer genau der Zins, und das Eigentum wandert zu dem, der das Geld ausgibt. Im Zusammenhang der Seite steht sie für einen Gedanken, der sich durch alle Rubriken zieht: Die wirklichen Dinge, die vier Elemente, haben ein Maß. Das Papier, das sie nur umhüllt, hat keines. Wer das Maß vergisst, verliert die Dinge.